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Naturforschung und Landespflege

Die POLLICHIA ist der größte und älteste Naturkunde- und Naturschutzverein der Pfalz. Er wurde am 6. Oktober 1840 in Bad Dürkheim gegründet. Seine fast 3.000 Mitglieder sind in 16 Ortsgruppen organisiert.

Die POLLICHIA ist partieller Träger der Naturschau und des Urweltmuseums GEOSKOP auf der Burg Lichtenberg.

Zusammen mit den Burgmuseen bietet die POLLICHIA-Gruppe Kusel zahlreiche interessante Veranstaltungen zu Naturkunde und Umweltbildung an. Über das aktuelle Vortragsprogramm können Sie sich hier informieren.

ThemaWochentagDatumUhrzeit
Vortrag ArtenvielfaltSamstag24. Febr. 201819:00 Uhr
Mammuts- Ikonen der Eiszeit Mittwoch07. März 201819:30 Uhr
Entdeckungen der AstronomieMittwoch14. März 201819:00 Uhr
Quecksilberbergbau Mittwoch02. Juni 201819:30 Uhr
Neozoen-Segen oder Fluch für unsere Ökosysteme?Mittwoch03. Okt. 201819:30 Uhr
Vortrag ArtenvielfaltSamstag10. November 201819:00 Uhr

24.02.2018 (Sa.) │ 19:00 Uhr │ POLLICHIA-Vortrag

Artenvielfalt im Wandel der Zeit, Teil 2: Die nacheiszeitliche Tierwelt - der Verlust der Vielfalt

Nach dem drastischen Klimawandel zum Ende der letzten Eiszeit, dem die bekanntesten eiszeitlichen Arten zum Opfer gefallen waren, entwickelte sich die für die Nacheiszeit typische Fauna Mitteleuropas. Diese hat mit der uns heute aus unserer Umwelt bekannten Tierwelt kaum noch etwas zu tun. In diesem zweiten Vortrag wird diese ursprüngliche Tierwelt vorgestellt, wobei die Fragestellung, welche Arten kamen vor und wann und aus welchem Grund sind sie verschwunden, imMittelpunkt steht. Belege und Quellen werden vorgelegt und die Ursachen für das Verschwinden dieser Arten in "Raum und Zeit" untersucht und dokumentiert. 

Treffpunkt: Hauswirtschaft Koch, Trierer Str. 36, Kusel. Referent: Dr. Christoph Bernd, Bexbach. Geeignet für Menschen ab 8 Jahren. Kosten: Eintritt frei.

07.03.2018 (Mi.) │ 19:30 Uhr │ TERRA MAGICA-Vortrag

Mammuts – Ikonen der Eiszeit

Neben den Dinosauriern sind Mammuts heutzutage wohl die bekanntesten ausgestorbenen Tiere. Gleichzeitig sind sie mit ihren geschwungenen Stoßzähnen und dem langen Fell ein regelrechtes Klischee der letzten Eiszeit. Dabei ist das klassische Wollmammut nur einer und sogar relativ kleiner Vertreter einer ganzen Gruppe an Elefanten, welche die Linie der Mammuts bildeten und die vor 10.000 Jahren ausstarben. Mammuts gab es auch in Rheinland-Pfalz, weswegen wir zahlreiche Fossilien von ihnen aus der Gegend kennen. Daneben existieren tiefgefrorene Kadaver aus dem Dauerfrostboden Sibiriens als auch detaillierte Zeichnungen des eiszeitlichen Menschen. Durch all diese Informationen wissen wir heute über Mammuts mehr als über jedes andere prähistorische Tier. Der Vortrag gibt einen erweiterten und kurzweiligen Überblick über die neuesten Erkenntnisse zur Biologie, Lebensweise und Naturgeschichte der Mammuts in Ergänzung zur aktuellen Sonderausstellung im Urweltmuseum GEOSKOP. 

Treffpunkt: Zehntscheune, Burg Lichtenberg. Referent: Dr. Jan Fischer, Urweltmuseum GEOSKOP/Burg Lichtenberg (Pfalz). Geeignet für Menschen ab 10 Jahren. Kosten: Eintritt frei.

14.03.2018 (Mi.) │ 19:00 Uhr │ Quartalsvortrag

Entdeckungen der Astronomie – Wandel des Weltbildes,Teil 2

Seit der Frühzeit versuchte der Mensch sich die Welt zu erklären. Das geozentrische Weltbild des Ptolemäus war etwa eineinhalb Jahrtausende die vorherrschende Lehrmeinung. Die ersten Teleskope aber auch die Relativitätstheorie waren Meilensteine, welche das Weltbild radikal veränderten. Und heute stößt der Interessierte bei Begriffen wie "dunkle Materie", "dunkle Energie", "Multiversen" an seine Vorstellungsgrenzen.

Treffpunkt: Urweltmuseum GEOSKOP, Seminarraum. Referent: Dr. Rolf-Dieter Schad, Zweibrücken. Altersgruppe: ab 10 Jahren. Kosten: Eintritt frei.

02.05.2018 (Mi.) │ 19:30 Uhr │ TERRA MAGICA-Vortrag

Quecksilberbergbau in der Nord- und Westpfalz

Die Anfänge des Quecksilberbergbaus in der Pfalz liegen im Dunkeln. Erstmals wird im Jahre 1403 ein Quecksilberbergwerk bei Mörsfeld im heutigen Donnersbergkreis erwähnt. Über fast 500 Jahre war der Bergbau auf Quecksilber ein bedeutender Wirtschaftszweig in der Region. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts fanden bis zu 1000 Beschäftigte in den pfälzischen Quecksilbergruben Arbeit. In diese Zeit fällt auch die Hochphase des Quecksilberbergbaus im Pfälzer Bergland oder die alt Welt, wie man hier umgangssprachlich sagt. Die Wiederaufnahme des Bergbaus in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts entpuppte sich als Nachlesebergbau: Die Altvorderen hatten gründliche Arbeit geleistet, nur mit hohen staatlichen Zuschüssen konnte der Betrieb bis 1942 aufrecht erhalten werden. Der Vortrag informiert über die Entstehung der Quecksilberlagerstätten, über die technische Entwicklung von Gewinnung und Verhüttung des Quecksilbers in den verschiedenen Abbauperioden sowie über Verwendung und Gefahren des flüssigen Metalls. 

Treffpunkt: Zehntscheune, Burg Lichtenberg. Referent: Ernst Spangenberger, Bergbaumuseum Niedermoschel. Geeignet für Menschen ab 10 Jahren. Kosten: Eintritt frei.

03.10.2018 (Mi.) │ 19:30 Uhr │ POLLICHIA-Vortrag

Neozoen - Segen oder Fluch für unsere Ökosysteme?

In dem Vortrag werden zunächst - nach einer Einführung zu Begriffsdefinitionen und den rechtlichen Aspekten - einige Neozoen in Rheinland-Pfalz vorgestellt. Dabei werden verschiedene Arten aus den Gruppen der Säugetiere, der Vögel, der Krebse, Weichtiere und der Insekten bezüglich ihrer Herkunft, Biologie und Ökologie präsentiert. Danach wird anhand dieser Beispiele aufgezeigt und diskutiert, welche Einflüsse diese Neozoen auf unsere heimische Fauna, Flora und Ökosysteme schon haben oder haben können und wie sie auch die Ökosystemdienstleistungen beeinträchtigen können. Anschließend wird noch auf Managementmöglichkeiten und Naturschutzmaßnahmen eingegangen.

Treffpunkt: Zehntscheune, Burg Lichtenberg (Pfalz). Referent: Dr. Jürgen Ott, Gesellschaft für Angewandte Landschaftsökologie Umweltplanung Dr. Ott GmbH, Trippstadt. Altersgruppe: ab 10 Jahren. Kosten: Eintritt frei.

18.10.2018 (Do.) │ 19:00 Uhr │ POLLICHIA-Vortrag

Die Edelkastanie - Baum des Jahres 2018

Thematisiert werden diese Baumart betreffende Aspekte in Bezug auf den Klimawandel, ihre Nutzung und Gefährdung, ihren Beitrag zur Biodiversität (Ergebnisse des EU-Projekts „Die Edelkastanie am Oberrhein“) sowie als weitere Schwerpunkte ihr Vorkommen, ihre Ansprüche an den Standort, ihre Rolle als sog. Archäophyt hinsichtlich ihrer Eignung als Lebensraum für unterschiedliche Organismengruppen (Insekten, Flechten, Moose, Pilze usw.).

Treffpunkt: Hauswirtschaft Koch, Trierer Str. 36, 66869 Kusel. Referent: Dr. Ernst Segatz, Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft Trippstadt. Geeignet für Menschen ab 10 Jahren. Kosten: Eintritt frei.

10.11.2018 (Sa.) │ 19:00 Uhr │ POLLICHIA-Vortrag

Artenvielfalt im Wandel der Zeit, Teil 3: Gebietsfremde Tierarten in unserer Natur

Der im Verlauf der Nacheiszeit bis heute andauernde Schwund der Artenvielfalt in Mitteleuropa ist anhand der absoluten Artenzahl kaum fassbar. Die Ursache hierfür ist die schon vor Jahrhunderten einsetzende Ansiedlung einer Vielzahl von ursprünglich nicht heimischen Tierarten, wodurch die Verarmung der Fauna anscheinend kompensiert wird. Während das Auftreten einiger exotischer Arten ungläubiges Erstaunen hervorruft, ist die Mehrzahl dieser Arten in unserer Umwelt so eingewöhnt, dass sie uns überhaupt nicht als nicht bodenständig auffallen. Der dritte Teil der Vortragsreihe stellt die fremden Arten, ihre Biologie, Lebensweise, Herkunft und heutige Verbreitung vor und beschäftigt sich mit der Ansiedlungsgeschichte und der emotional geführten Debatte über das Problempotenzial neozoer Tierarten.

Treffpunkt: Hauswirtschaft Koch, Trierer Str. 36, Kusel. Referent: Dr. Christoph Bernd, Bexbach. Altersgruppe: ab 8 Jahren. Kosten: Eintritt frei.

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