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Fundiert informiert

Die Terra Magica ist das wissenschaftliche Forum des Urweltmuseums GEOSKOP.

Es bietet acht Mal im Jahr an jedem ersten Mittwoch der Monate März bis Juni sowie September bis Dezember Vorträge zu aktuellen Themen aus Natur- und Geisteswissenschaften.

Aktuelle Termine

ThemaWochentagDatumUhrzeit
Pfälzischer TabakanbauMittwoch06. Sept. 201719:30 Uhr
Forensische EntomologieMittwoch04. Okt. 201719:30 Uhr
Kusel am ÄquatorMittwoch01. Nov. 201719:30 Uhr
Traumberuf PräparatorMittwoch06. Dez. 201719:30 Uhr

06.09.2017 (Mi.) │ 19:30 Uhr │ TERRA MAGICA-Vortrag

Tabakanbau in der Pfalz – gestern und heute

Seit über 400 Jahren wird Tabak in Deutschland angebaut. Die ersten Tabakpflanzen auf deutschem Boden setzte 1573 Pfarrer Anselm Anselmann höchstpersönlich im Garten seiner Kirche im pfälzischen Hatzenbühl bei Germersheim. Sowohl vom Klima als auch vom Boden bietet die Pfalz ideale Verhältnisse für den Tabakanbau. Die anekdotenreiche Geschichte des Pfälzer Tabakanbaus ist ebenso Gegenstand des reich bebilderten Vortrages wie die heutige Produktion. Dabei geht der Referent auf die Produktionstechnik von der Aussaat bis zur Vermarktung, auf die Anbauentwicklung, aktuelle Zahlen sowie diverse Zukunftsperspektiven ein. Wenn der Tabak blüht, blüht die Pfalz!

Treffpunkt: Zehntscheune, Burg Lichtenberg. Referent: Egon Fink, Tabakbausachverständiger beim Bezirksverband Pfalz in Speyer. Geeignet für Menschen ab 10 Jahren. Kosten: Eintritt frei.

04.10.2017 (Mi.) │ 19:30 Uhr │ TERRA MAGICA-Vortrag

Forensische Entomologie oder wie Maden helfen, Kriminalfälle zu lösen

Die Aufgabe der Forensischen Entomologie ist die Aufklärung kriminalistischer Sachverhalte anhand insektenkundlicher Spuren. Die Ermittlung des Todeszeitpunktes ist nach etwa 48 bis 72 Stunden nur noch mit Hilfe der auf dem Leichnam lebenden Insekten möglich. Dafür ist es wichtig, die Entwicklung der Tiere genau zu kennen. Die Entwicklungsdauer vom Ei zur Fliege ist artspezifisch und stark von klimatischen Bedingungen, wie Temperatur oder Feuchtigkeit, abhängig. Kommt ein Mensch ums Leben, sammeln sich schon nach wenigen Minuten die ersten Insekten auf dem Körper. Schmeißfliegen werden durch Geruchsstoffe angelockt, die bei der Verwesung entstehen. Sie legen ihre Eier auf der Leiche ab, aus denen schlüpfen schon innerhalb eines Tages die ersten Maden. Diese nutzen dann den Leichnam als Nahrungsquelle. Neben den genannten Schmeißfliegen gibt es noch eine Reihe weiterer Insekten, die je nach Art ein bestimmtes Verwesungsstadium bevorzugen. Der Vortrag gibt einen Einblick in den Lebensraum Leichnam und zeigt wie Maden bei der Lösung von Kriminalfällen helfen können.

Treffpunkt: Zehntscheune, Burg Lichtenberg. Referentin: Dr. Katharina Schneeberg, Pfalzmuseum für Naturkunde Bad Dürkheim. Geeignet für Menschen ab 10 Jahren. Kosten: Eintritt frei.

01.11.2017 (Mi.) │ 19:30 Uhr │ TERRA MAGICA-Vortrag

Als Kusel am Äquator lag – Urzeit-Forschung am Remigiusberg

Der Remigiusberg bei Kusel ist mit seiner Benediktinerpropstei und der nahegelegenen Burg ein weithin bekannter Ort der Westpfalz mit knapp tausendjähriger Kulturgeschichte. Seit wenigen Jahren wissen wir, dass die reizvolle Landschaft um den Remigiusberg noch ganz andere Schätze birgt. In Sichtweite von Kloster und Burg befindet sich eine einzigartige Lagerstätte mit Fossilien urzeitlicher Amphibien und Reptilien. Die Tiere haben vor rund 300 Millionen Jahren am Ufer eines tropischen Sees gelebt, in dem es u.a. auch Süßwasserhaie, Lungenfische und Quastenflosser gab. Die Kuseler Ursaurier sind in dieser Zusammensetzung und ihrem Alter einmalig in Europa. Der Vortrag gibt einen Überblick zu ersten Ergebnissen der seit August 2015 laufenden systematischen Fossilgrabungen am Remigiusberg. Kommen Sie mit in eine ganz andere Welt und entdecken Sie Kusel von einer völlig unbekannten Seite!

Treffpunkt: Zehntscheune, Burg Lichtenberg. Referent: Dr. Sebastian Voigt, Urweltmuseum GEOSKOP. Geeignet für Menschen ab 10 Jahren. Kosten: Eintritt frei.

06.12.2017 (Mi.) │ 19:30 Uhr │ TERRA MAGICA-Vortrag

Geowissenschaftlicher Präparator – ein Traumberuf?

Geowissenschaftliche Präparatoren haben ein besonders breites Aufgabenfeld. Es umfasst diverse Methoden der Bearbeitung von Gestein für wissenschaftliche Untersuchungen (Herstellung von An- und Dünnschliffen, Lackfilmabzügen, Boden-Lack-Profilen etc.), aber auch das Präparieren von Fossilien. Letzteres erfolgt mechanisch mit Sandstrahlgerät und Druckluftstichel oder chemisch mit Säuren, Laugen und anderen Chemikalien. Es erfordert neben einer sicheren Hand und einem guten Auge vor allem viel Geduld sowie eine gute Kenntnis des Bauplans ausgestorbener Tiere und Pflanzen. Für das Herstellen von Modellen urzeitlicher Organismen und die museale Präsentation der Objekte ist eine künstlerische Ader unerlässlich. Im Vortrag spannt der geowissenschaftliche Präparator des GEOSKOPs einen großen Bogen von den Anfängen seiner Ausbildung bis zum beruflichen Alltag. Da er auf 16 Jahre Tätigkeit in Kusel zurückblicken kann, ist die Darbietung auch eine historische Rückschau auf das GEOSKOP. Umrahmt wird das Ganze von dramatischen und musikalischen Untermalungen des Referenten – eben ein echter Bach!

Treffpunkt: Zehntscheune, Burg Lichtenberg. Referent: Thomas Bach, Urweltmuseum GEOSKOP. Geeignet für Menschen ab 10 Jahren. Kosten: Eintritt frei.

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